Tips zur Langlaufausrüstung:

Ski: Die geringsten Probleme bereitet die Verwendung eines guten Skis mit mechanischer Steighife. Auch solche Skier erfordern aber, wenn mann länger Freude am Laufen haben will, eine gewisse Pflege. Die Gleitzonen, vor und hinter der Steighilfe in der Mitte unter der Bindung, sollte regelmäßig, mit einer "Universal Gleitwachspaste" präpariert werden. Zur Pflege der Steighilfezone eignet sich am besten ein Gleit und Antivereisungsmittel, entweder als Spray oder mit Schwammauftrag. Zur Auswahl des richtigen Modells kann man nur allgemein sagen daß eine lange Steigzone für den Anfang zwar ein gutes Steigvermögen gewährleistet, aber das Gleiten doch sehr beeinträchtigt. Je kürzer die Steigzone, desto besser muß aber die eigene Lauftechnik beim Abdruck des Ski's vom Schnee sein, um auch noch einigermßen an Steigungen hochzukommen.
Zur Verwendung sogenannter "Wachsskier" ohne mechanische Steighilfe wären entsprechende Tips an dieser Stelle fehl am Platz. Wer mit solchen Skiern mehr Freude als Frust erleben will, braucht zuerst eine gute Lauftechnik und eine intensive Beschäftigung mit der Theorie des Wachsens, sowie dann eine längere Zeit der eigene Erfahrung mit zahlreichen Verhauern. Aber es lohnt die Mühe!
Schuhe: Besonder ist dabei auf eine stabile Verbindung zwischen Ski und Schuh zu achten. Wichtig ist vor allem daß die Ferse am Ski eine gute Führung erhält und nicht seitlich abrutschen kann. Dies wird am besten durch eine stark ausgeprägte tiefe Längsrille im Schuh, die über einen entsprechenden Steg auf der Bindungsplatte am Ski, ein seitliches verdrehen des Schuhs zur Längsachse des Skis verhindert. Der Drehpunkt zum Anheben der Ferse sollte möglichst nahe an der Schuhspitze liegen. Für eine gute Skiführung beim Abfahren, besonders zum Aufkanten des Skis, sollte die Sohle eine möglichst hohe Verdrehsteifigkeit in der Längsachse haben. Bei mehr sportlich ausgelegten Schuhmodellen (Sohlenplatte aus Hartplastik), die leider aber auch teurer sind, ist dies besser gewährleistet als bei sogenannten Wanderschuhen mit einer Sohle aus einem zwar strapazierfähigeren mehr gummiähnlichen Material. Bei der Schuhhöhe haben sich in den letzten Jahren weitgehend hohe über die Knöchel reichende Schuhe, auch für sportliche Diagonaltechnik durchgesetzt. Dies gilt schon länger auch für Skiwanderer. Zur Schonung der LL-Schuhe, vor allem der empfindlicheren Sohlen der sportlichen Modelle sollte der Weg zur Loipe mit leichten Sportschuhen bzw bei großer Kälte mit wärmeren, gefütterten aber nicht zu schweren Wintertrainingsstiefeln zurückgelegt werden.
Stöcke: Nicht zu kurz wählen. Die optimale Länge hängt etwas vom persönlichen Können ab. Am besten von kompetentem Verkäufer beraten lassen. In jedem Fall aber auf stufenlos verstellbare Handschlaufen an einem handfreundlich geformten Griff achten. Auch die Teller müssen unbedingt asymetrisch ausgeführt sein. Ein leichter gut ausgeführter und ausreichend stabiler Stock hat natürlich seinen Preis. Aber es lohnt sich nicht zum billigsten zu greifen. Ein superleichter Rennstock aus Carbonfaser wäre aber für den Normalverbraucher ebenfalls nicht die optimale Wahl.
Handschuhe: Unbedingt richtige LL-Handschuhe aus dünnem Leder, keinesfalls dicke warme Fäustlinge. Die Wärme soll mehr aus der Bewegung von Hand und Arm kommen. Dazu soll der Griff nur beim Stockeinsatz voll umklammert werden, sonst aber lose in der Hand und über die Schlaufe geführt werden. Der Stockschub soll ausschließlich über die Schlaufe übertragen werden. Die Nähte sollen dabei möglichst nicht drücken oder scheuern, besonders dort wo die Handschlaufe des Stockes beim Schub Druck ausübt.
Kleidung: Grundsätzlich zum Laufen nicht zu warm anziehen. Angenehm trägt sich moderne Sportbekleidung aus Synthetikmaterial, eine sogenannte "Funktions-" Unter- und Oberbekleidung, die den Schweiß nicht in der Faser speichert sondern vom Körper weg nach außen transportiert. Unbedingt sollte sich aber auch eine Garnitur trockene Wäsche, zumindest für den Oberkörper und warme Überkleidung im Rucksack befinden. Die Heimfahrt in der durchgeschwitzten Kleidung kann sonst selbst in einem gut beheizten Zug äußerst unangenehm werden.